Sehenswürdigkeiten/Aktivitäten: Rhodos

Großmeisterpalast von Rhodos:  Das Bauwerk wurde Anfang des 14.Jhrh. im Auftrag des "Joahnniterordens" als Amtssitz für die "oberste Gewalt", dem "Grossmeister", errichtet und gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Nach der Eroberung der Osmanen 1522 diente der Palast vordergründig als Kerker.

Eine Munitionsexplosion wurde zum Anlass den Palast während der italienischen Herrschaft (1912–1943)  zu rekonstruieren und zu vergrössern.

Da die Baumassnahmen des heute gewaltig und übermächtig erscheinenden Gebäudes zudem im Rahmen des Faschismus stattfanden, wird der Bau nicht nur von den Bewohnern von Rhodos kritisch beäugt.

Akzente historischer Bedeutung hingegen konnte dass in ihm liegende Museum mit beeindruckenden Ausstellungsstücken setzen. 

Erhalten geblieben sind aus dem 1.Jhrh.n Chr. stammende 1.84 m grosse "Skulptur der Laokoon-Gruppe". Die griechischen Bildhauer stellten den Todeskampf von "Laokoon" (Priester aus Troja) mit seinen beiden Söhnen dar. Eine der Überlieferungen lautet, dass die "Göttin Athene" ihm zwei Schlangen sandte, nachdem er im „Trojanischen Pferd“ versteckte griechische Soldaten vermutete und vergeblich mit seiner Lanze darauf einstach. 

Das Original entstand vermutlich im 2.Jhrh.v.Chr. in Form einer Bronzestatue aus Pergamon, von der aber leider nichts erhalten geblieben ist.

Ausserdem existieren Ausstellungsstücke von der Antike bis ins Mittelalter, wie z.B. die überwiegend aus "Kos" stammenden Mosaiken aus dem 2. Jhrh.v.Chr. bis 5.Jhrh. n.Chr.. 

Spätchristliche Stilllebenmosaike, Vogel-Abbildungen, Bodenmosaike mit einer "auf einem Seepferd reitenden Nymphe" und das aus der Vorhalle einer spätchristlichen Basilika stammende Mosaik.

Der "Saal mit Delphinen", der mit späthellenischen Mosaiken ausgekleidet ist, „Poseidon“ im Kampf mit dem "Giganten Polybotes" sowie die Brüsten der "9 Musen" und ein rhodisches Bodenmosaik aus dem 2. Jhrh.v.Chr. 

 

Museen von Rhodos:

Das „archäologische Museum“ befindet sich im ehemaligen ritterlichen "Ordenshospital". Es ist Herberge von berühmten Exponaten wie z.B. der „kauernden Aphrodite“, eine aus dem 1.Jhrh.v.Chr. stammende Marmorstatue. Eine ebenfalls Aphrodite darstellende, an der Küste von Rhodos gefundene Plastik, eine Grabstele aus dem 5. Jhrh. und natürlich der "Kopf des Sonnengottes Helios" aus dem 2.Jhrh.v.Chr. befindet sich ebenfalls vor Ort.

Das „Byzantinische Museum" in der Marienkirche „Panagia Tou Kastrou“  verfügt über antike Wandmalereien, Ikonen und Fresken aus diversen rhodischen Kirchen.

Die „städtische Gemäldegalerie“ ist sehenswert mit einer grossen, vor allem zeitgenössischen Sammlung von Bildern, Skulpturen und Grafiken.

 


Thérme von Kallithea: Mit schwefelhaltigen, warmen Quellen kurierte man hier Rheuma und andere chronische Leiden erfolgreich seit der Zeit des
römischen "Kaisers Augustus" und "Grossneffen Julius Caesars", (63v.Chr.-14n.Chr.).

Seit 2007 hat das Bad mit Parkanlage wieder Publikum.

 

Akropolis von Lindos: Die Oberstadt liegt auf einem Felsen ca. 116m über der Wasseroberfläche und ist nur über steile Fusswege zu erreichen.

Zwar fand man auf dem Berg bereits Hinterlassenschaften aus der Jungsteinzeit, sowie ein Felsrelief von 190 v.Chr.. So errichteten die Byzantiner zu Ehren eines Generals über die antike Stätte eine Burg, die im 13. Jhrh. zur orthodoxen "Burgkapelle" umgebaut wurde. Anschliessend wurde sie von den Johannitern zur "Festigungsanlage" umgestaltet, unter Beibehaltung des rekonstruierten "Athenetempels" aus dem 4.Jhrh. v. Chr., mittig der Anlage.

 

Kámeiros: Der Ort wurde an einen Hang gebaut, und ist eine der 3 antiken Stadtanlagen von Rhodos

In Folge der "Ionischen Wanderung" fanden erste Besiedlungen dorischer Griechen vermutlich 1000 Jahre v.Chr. statt. Gleich 2 Erdbeben zerstörten sämtliche Bauwerke, wurden aber erstmalig in der hellenistischen Epoche wieder aufgebaut. Nach dem zweiten Erdbeben ca. 139 n. Chr., wurde die Stadt erneut zerstört, anschliessend aber wegen politischer Bedeutungslosigkeit nicht wieder errichtet. Trotz alledem hat es Besiedlungen bis ins 4.Jhrh.n.Chr. gegeben.
Existent sind ein Marktplatz, Wohnhäuser, Statuen und ein Tempel und ein Hof mit Brunnenanlage sowie ein Tempel der Athene.

 

Grossmeisterpalast

Thérme von Kallithea

Akrópolis von Lindos

Kameiros