Sehenswürdigkeiten/Aktivitäten: Chios

Archäologisches Museum: Das Institut verfügt über Fundstücke von der Jungsteinzeit bis zur Byzanz, dem Brief von Alexander dem Großen an die Chioten (die Insel ging mehrere Bündnisse ein, u.a. mit Sparta). Exponaten aus der Klassik, Grabbeigaben der Hellenen, aus dem 14.Jhrh.v.Chr. stammende prähistorische Vase aus Emborios und eine Amphore aus den 8.Jhrh.v.Chr. zählen zu den bedeutendsten Funden des Museums.

 
Nea Moni: Ein mit dem UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnetes byzantinisches Kloster aus dem 11.Jhrh. Die Anlage besteht aus einer Hauptkirche, 2 Vorhallen, einem Speisesaal sowie den Schlafzimmern der Geistlichen;

"Konstantin IX", Kaiser von Byzanz, veranlasste den prächtigen Bau der jahrhundertelang religiöses Zentrum der Insel war und in der der orthodoxen Welt als eine der reichen und einflussreichen religiösen Stätten innerhalb der Ägäis galt. Subventioniert und ausgestattet mit diversen Reichtümern, wurde die Anlage zu Konstantins Zeiten mit Staatseinkünften. Nachdem der Einfall der Osmanen und das "Massaker von Chios" begann, diente das Kloster 600 Geistlichen als Asyl. Am 11.September 1822 wurden sie trotzdem fast ausnahmslos zusammen mit geschätzten 40.000 chiotischen Einwohnern hingerichtet. Die Anlage wurde von den Türken geplündert und fiel zudem ein paar Jahre darauf einem Erdbeben zum Opfer. Zu besichtigen ist heute eine aufwendig restauriertes Konstrukt mit wieder aufgebauter Kuppel und seinen weitestgehend erhalten gebliebenen berühmten Mosaiken.


Tropfsteinhöhle Sykia: Die Höhle liegt 6km südlich von Olymbi und ist 150 Millionen Jahre alt. Der Eingang befindet sich in 110m Höhe und der tiefste Punkt liegt bei 52m. Bisher gibt es keine archäologischen Funde.


Wachtürme von Chios: Den Chioten und dem Besucher erhalten geblieben sind 30 von den ursprünglich über 50 Signaltürmen, die Teil der chiotischen Wehranlage, entlang der Küste gebaut sind. Konstruiert wurde die militärische Befestigungsanlage zwischen dem 11. und 16.Jhrh. zum Schutz vor Piraterie. Zur Verteidigung des weltweit einmaligen Mastixbestandes, sowie als militärischen Mittel gegen den Einfall der Osmanen, wurde im Zusammenschluss mit der "Festung von Chios" und den festungsähnlichen Fluchtsiedlungen im Binnenland, dieses Verteidigungssystem von den chiotischen Bewohnern geschaffen.

Kommuniziert wurde zwischen den Wachtürmen und heutigen historischen Denkmälern mit 500 metriger Schutzzone über Rauchzeichen.


Mastix-Dörfer: Im Mittelalter erbaute hermetisch abgeriegelte Siedlungen chiotischer Mastix-Bauern; Um das Handelsmonopol zu schützen war z.B. "Pyrgi" durch eine Stadtmauer mit Wachtürmen in den Ecken befestigt. Der Rohstoff Mastix war in prä-Plastikzeiten eine internationale Kostbarkeit und verhalf den Einwohnern zu Reichtum und Einfluss. Berühmt für seine Hausfassaden mit Kratzputztechnik im Schwarzweissmuster in seinen engen Kopfsteinpflastergassen ist das pittoreske "Pyrgi" mit nicht mehr als 1000 Einwohnern in seinem ursprünglichen Zustand erhalten geblieben. Im Zentrum des denkmalgeschützten Dorfes statuierten die Chioten einen Wachturm auf den die Chioten nach anziehen der Hebebrücke Zuflucht vor Piraten und den Türken fanden.


Emborios: Der 6 km von Pyrgi entfernte Hafenort und Ausgrabungsstätte mit Funden aus der Jungsteinzeit bis zur Byzanz beheimatet die folgenden archäologischen Nachweise ununterbrochener Besiedlungen ab dem Neolithikum:

Hausruinen der Siedler sowie Bruchstücke einer Befestigungsmauer mit Athenetempel aus dem 6.Jhrh.v. Chr. der 400 Jahre in Benutzung war.

Einen Palast im Anschluss an die Agora, eine mit Mosaiken ausgelegte mehrschiffige Basilika mit Vorhalle, Kapelle und Taufbecken, sowie eine Befestigungsmauer mit 3 Türmen zeugen von Geltung als Handelsplatz in der Byzanz. Hinzu kommen Hinterlassenschaften der Mykener und auch hier wieder der ins "chiotische Verteidigungssystem" integrierte Wachturm, erbaut während der genuesischen Besatzung 1346–1566.  

Nea Moni

Wachtürme von Chios

Mastix-Dörfer

Emborios